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KI & Technik

Fast 700 Jahre Geschichte in 7 Minuten: Wie unser KI-Historienfilm über die Augustiner-Brauerei entstand

Kein Archivmaterial, keine Schauspieler – und trotzdem ein Film, der von 1328 bis heute führt. Ein Blick hinter die Kulissen unseres KI-Historienfilms.

IVon Isi, EsyMedia25. Oktober 20263 Min. Lesezeit
KI-generierte Szene: Mönche brauen im Jahr 1328Illustration: KI-generiert mit Nano Banana für EsyMedia

Viele Unternehmen haben eine beeindruckende Geschichte – aber kaum Bilder davon. Die Gründung liegt Jahrzehnte oder Jahrhunderte zurück, Fotos sind verloren gegangen, Filmaufnahmen gab es nie. Wie erzählt man so eine Geschichte im Video?

Mit unserem KI-Historienfilm über die Augustiner-Brauerei in München haben wir genau das ausprobiert: knapp 700 Jahre Geschichte, erzählt in rund sieben Minuten – ohne ein einziges Archivbild.

Die Idee: Geschichte sichtbar machen, die nie gefilmt wurde

Die Geschichte beginnt im Jahr 1328 bei den Augustinermönchen in München. Von dort führt sie über die Säkularisation, den Aufstieg im Industriezeitalter und die Blütezeit der Münchner Bierkultur bis in die Gegenwart. Für den Großteil dieser Zeit existiert kein Bildmaterial, das man einfach in einen Film schneiden könnte.

Die Lösung: Den gesamten historischen Teil haben wir mit KI erzeugt – als filmische Szenen, die wirken wie aus einem Kinofilm.

Industriezeitalter: Jahreszahlen sind Teil der Szene statt eingeblendeter Grafik.
Industriezeitalter: Jahreszahlen sind Teil der Szene statt eingeblendeter Grafik.

Der Aufbau des Films

Der Film ist knapp sieben Minuten lang und besteht aus rund 110 Einstellungen, die im Schnitt etwa vier Sekunden stehen. Erzählt wird in sechs Kapiteln:

  1. Der Ursprung (1328): Mönche, Kerzenlicht, die ersten Braukessel.
  2. Die Säkularisation: der große Bruch – der einzige Moment im Film mit einer Titeleinblendung.
  3. Der Aufstieg: Industrialisierung, Dampfmaschinen, Fässer.
  4. Blüte und Bruch: Festhallen, Feiern, aber auch schwere Zeiten.
  5. Heute I und II: echte Aufnahmen aus der Gegenwart.

Etwa zwei Drittel des Films zeigen die Vergangenheit, ein Drittel die Gegenwart. Der Übergang ist ein harter Schnitt von den KI-Bildern zu echten Aufnahmen – bei gleichbleibendem Schnittrhythmus, sodass sich beide Welten wie ein Film anfühlen.

Festhalle um 1903 – jede Epoche bekommt ihr eigenes Licht und ihre eigene Farbwelt.
Festhalle um 1903 – jede Epoche bekommt ihr eigenes Licht und ihre eigene Farbwelt.

Jahreszahlen als Teil der Szene

Eine bewusste gestalterische Entscheidung: Es gibt keine eingeblendeten Jahreszahlen. Stattdessen ist jedes Jahr ein Objekt im Bild – in ein Holzfass geschnitzt, in eine Maschine gegossen, auf ein Festbanner gemalt. Die Jahreszahl 1328 eröffnet den Film und schließt ihn auch wieder. So bleibt der Zuschauer in der Geschichte, statt von Grafiken herausgerissen zu werden.

GESTALTUNGS-TIPPJe weniger Grafik und Text, desto filmischer wirkt eine Geschichte. Daten und Fakten lassen sich oft eleganter in die Szene integrieren als einblenden.

Im Schnitt treffen KI-Szenen der Vergangenheit auf echte Aufnahmen von heute.
Im Schnitt treffen KI-Szenen der Vergangenheit auf echte Aufnahmen von heute.

Der Workflow: Von der Idee zum bewegten Bild

1. Recherche und Drehbuch

Am Anfang steht die Geschichte: Welche Momente sind entscheidend? Welche Bilder erzählen sie am stärksten? Daraus entstehen Kapitel, Szenenliste und Sprechertext.

2. Standbilder mit Nano Banana

Jede Einstellung beginnt als Standbild, das wir mit dem Bildmodell Nano Banana erzeugen – mit genauer Beschreibung von Epoche, Licht, Kleidung, Requisiten und Kameraperspektive. Dieses Bild wird zum ersten Frame der Einstellung.

3. Animation mit Seedance und Kling

Aus den Standbildern werden bewegte Szenen. Für komplexe Einstellungen – Menschen, Hände bei der Arbeit, Emotionen, Feuer – nutzen wir Seedance. Für ruhige Kamerafahrten über Räume, Landschaften oder Dokumente nutzen wir Kling.

4. Schnitt, Sprecher und Musik

Im Schnitt entsteht der Rhythmus. Der Film wird von einem Sprecher getragen, unterlegt mit Musik – ohne Interviews. Color Grading sorgt dafür, dass alle KI-Szenen wie aus einem Guss wirken.

5. Der Sprung in die Gegenwart

Zum Schluss treffen die KI-Bilder auf echte, gedrehte Aufnahmen von heute. Genau dieser Kontrast macht den Film stark: Die Vergangenheit wird erlebbar, die Gegenwart ist echt.

Was das für dein Unternehmen bedeutet

Firmenjubiläen, Traditionsbetriebe, Familienunternehmen in der dritten oder vierten Generation: Viele Unternehmen in Bayern haben Geschichten, die sich lohnen. Mit KI lassen sie sich heute erzählen, auch wenn es kaum Material gibt.

  • Für Jubiläen: 25, 50 oder 100 Jahre – als Film für Feier, Website und Social Media.
  • Für das Employer Branding: Tradition und Werte zeigen, die Bewerber ansprechen.
  • Für den Vertrieb: Herkunft und Qualität greifbar machen.
  • Als Ergänzung zum Imagefilm: Vergangenheit per KI, Gegenwart mit echter Kamera.

Gerade die Kombination ist spannend: Alte Fotos, Urkunden oder Gegenstände aus der Firmengeschichte können als Vorlage dienen und in KI-Szenen übersetzt werden – und am Ende stehen echte Menschen von heute vor der Kamera.

Fazit

Unser KI-Historienfilm zeigt, was heute möglich ist: Geschichte, die nie gefilmt wurde, wird zum Kinoerlebnis. Wenn du die Geschichte deines Unternehmens erzählen willst, sprich uns an. Mehr über unsere Arbeit mit KI liest du in KI in der Videoproduktion und auf unserer Seite zur KI-Videoproduktion.

Eure Firmengeschichte als Film?

Jubiläum, Tradition, Gründergeschichte: Wir erzählen sie mit KI – auch wenn es kaum historisches Material gibt.

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